{"id":19,"date":"2008-09-07T21:51:23","date_gmt":"2008-09-07T19:51:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.groeg.de\/?p=19"},"modified":"2008-09-09T21:15:17","modified_gmt":"2008-09-09T19:15:17","slug":"westend-ist-kiez-im-urlaub","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.groeg.de\/?p=19","title":{"rendered":"Westend ist? Kiez im Urlaub."},"content":{"rendered":"<p><strong>Veranstaltung am 6. 09. 2008 &#8211;  <a href=\"http:\/\/www.westendistkiez.de\" target=\"_new\"> Westend ist Kiez<\/a>, Stragula, M\u00fcnchen.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" align=\"right\" hspace=\"8\" src=\"http:\/\/blog.groeg.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/bergmannstrase.jpg\" alt=\"Foto: Sacha Storz\" \/><br \/>\nVerflixt, was soll man denn als K\u00fcnstler im Sommer f\u00fcr sein Publikum tun? Ihm hinterherreisen? Oder sich selbst verzweifelt ins Nichtstun st\u00fcrzen? Am gewittrigen Leseb\u00fchnen-Samstag befindet sich um sieben Uhr niemand in der <a href=\"http:\/\/www.stragula.info\" target=\"_new\">Realwirtschaft Stragula<\/a>, der f\u00fcr seine Anwesenheit nicht bezahlt w\u00fcrde. So ein Eindruck weckt die in jedem Literaten schlummernde gro\u00dfe Sinnfrage auf, die erst einmal mit einem Men\u00fc aus der unterforderten K\u00fcche wieder durch tr\u00e4ge Sattheit beruhigt werden muss.<\/p>\n<p>Dann aber verdunkelt sich der Himmel und die Stimmung hellt auf: Das Urlaubsbew\u00e4hrte Last-Minute-Konzept scheint sich auch bei den Leseb\u00fchneng\u00e4ngern etabliert zu haben, und als gegen halb neun Volker Keidel erkl\u00e4rt, wie sehr das richtige Shampoo das ganze Leben ver\u00e4ndern kann, ist von der B\u00fchne aus zumindest kein unbesetzter Tisch mehr zu sehen.<\/p>\n<p>Mit Volker, Fabian Siegismund, Felix Bonke und mir stehen diesmal nur vier Autoren auf der B\u00fchne &#8211; aber Moderator Ko Bylanzky gelingt es, das Publikum mit dem Jetzt-noch-mehr-Inhalt-zum-gleichen-Preis-Slogan zu k\u00f6dern: Wir treten alle dreimal an und steigern so die Anzahl der Geschichten von zehn auf zw\u00f6lf.<\/p>\n<p>Meine Lieblingsgeschichte aus der Zw\u00f6lferrunde stammt von Felix Bonke: Ein von der avisierten Freundin mit ganz expliziter Begr\u00fcndung abgelehnter Charakter-Defizit\u00e4r stolpert, angelockt von der &#8222;Wir \u00e4ndern alles&#8220; Werbung, in eine \u00c4nderungs-Schneiderei, um gleich einmal sein Leben \u00e4ndern zu lassen. Die resultierenden Ver\u00e4nderungen sind wahrhaft dramatisch. Den Werbeslogan gibt es gleich um die Ecke tats\u00e4chlich, aber ich werde nach Felix&#8216; eindringlicher Warnung vorsichtig mit diesem Angabot umgehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus lerne ich von Fabian, wie sehr der unvorsichtige Kauf von Toilettenpapier den Eindruck der M\u00e4nnlichkeit untergraben kann. Aber verflixt &#8211; die Lektion kommt knapp zu sp\u00e4t, denn ich habe wenige Stunden zuvor von der sorgf\u00e4ltigen Auswahl der Sorte bis zum unver\u00fcllten Heimtransport (mit Fahrradhelm) so ziemlich alles falsch gemacht. Ob das mit dem Mann-Sein bei mir je noch klappt?<\/p>\n<p>Auch ohne Gedr\u00e4nge entsteht durchaus Stimmung im Saal &#8211; vor allem die in Stammtischst\u00e4rke angereiste &#8222;Brigada Bavaria&#8220; aus HSV-Fans in der M\u00fcnchner Diaspora erzeugt auf der B\u00fchne deutlich sp\u00fcrbare R\u00fcckmeldung.<\/p>\n<p>Ich schwadroniere \u00fcber meine durch Versicherungen ausgel\u00f6ste Verunsicherung, polemisiere \u00fcber die Urlaubsinstinkte und darf dann in Runde drei ein zweites Mal auf der Spielzeuggitarre den Isar-Grillern huldigen.<\/p>\n<p>Um elf ist es dann vorbei, der Saal ist immer noch gef\u00fcllt und ich hatte den Eindruck, alle sind zufrieden heim gezogen.<\/p>\n<p><font size=\"-1\">Fotocredit: <a href=\"http:\/\/www.storz.net\" target=\"_new\">Sacha Storz<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.westendistkiez.de\" target=\"_new\">Westend ist Kiez<\/a><\/font><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltung am 6. 09. 2008 &#8211; Westend ist Kiez, Stragula, M\u00fcnchen. 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