{"id":43,"date":"2008-10-09T23:12:32","date_gmt":"2008-10-09T21:12:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.groeg.de\/?p=43"},"modified":"2008-10-10T00:40:58","modified_gmt":"2008-10-09T22:40:58","slug":"wiesn-wunden-lecken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.groeg.de\/?p=43","title":{"rendered":"Wiesn-Wunden-Lecken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Veranstaltung am 06. 10. 2008 &#8211;  Blickpunkt Spot <a href=\"http:\/\/www.vereinsheim.net\" target=\"_new\"> Vereinsheim<\/a>, M\u00fcnchen.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" hspace=\"8\" align=\"right\" src=\"http:\/\/blog.groeg.de\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/vereinsheimlogo.gif\" alt=\"Vereinsheim-Logo\" \/><\/p>\n<p>Aus is! Die Zelte des Oktoberfests 2008 haben die letzten Freunde bierseeliger Gem\u00fctlichkeit ausgespien. Zeit, die Wunden aus dem zweiw\u00f6chigen Exzess zu lecken. Moderator <a href=\"http:\/\/www.michaelsailer.de\/\" target=\"_new\">Michi Sailer<\/a> steht allen voran mit einer frisch gen\u00e4hten veritablen Platzwunde der Augenbraue auf der B\u00fchne, an deren Entstehung er nur fragmentarische Erinnerung besitzt. Zusammen mit dem vom Tresenpersonal f\u00fcrsorglich immer wieder frisch gef\u00fcllten Eisbeutel eine durchaus \u00fcberzeugende Austaffierung f\u00fcr seine Schwabinger-Krawall-Geschichten.<\/p>\n<p>Bevor er die erste verlesen darf, tobt als Kurzleihgabe aus dem Lustspielhaus <a href=\"http:\/\/www.buelent-ceylan.de\/\" target=\"_new\">B\u00fclent Ceylan <\/a> \u00fcber die B\u00fchne. Der spielt sehr lebendig und spontan mit den Deutsch-T\u00fcrkischen-Klischeeverirrungen und legt dann noch einen furiosen &#8222;Bauchtanz&#8220; hin. Ebenfalls mit viel Baucheinsatz setzen dann <a href=\"http:\/\/www.die-pertussis.de\/\" target=\"_new\">&#8222;Die Pertussis&#8220;<\/a> den Abend fort. <\/p>\n<p>Moses Wolf greift dann wieder das Oktoberfest-Thema auf und gibt grantlerisch-grenzdebile Wiesn-Erinnerungen zum besten.<\/p>\n<p>Ich selber habe nach acht Jahren des Wohnens im Epizentrum der Gem\u00fctlichkeit meine Lektionen gelernt (w\u00e4hrend der Festwochen im Geist um JEDEN Passanten einen Kreis mit dem Radius von dessen ausgestreckter K\u00f6rperl\u00e4nge ziehen und diesen weder betreten noch befahren) und bin ohne physische Blessuren davon gekommen.  Daf\u00fcr kann ich von t\u00fcrsteher-bewehrten Superm\u00e4rkten und in  unternehmerischer Eigeninitiative betriebenen Spontanbierg\u00e4rten und Bedarfslatrinen im Oktoberfest-Erweiterungsgel\u00e4nde (vulgo: Vorg\u00e4rten) berichten. Gr\u00f6\u00dfte Publikumsresonanz erzeugt meine zweizeilige Spontanabrechnung als Kollateralschaden des Oktoberfestes:<\/p>\n<blockquote><p>\nEy, ihr Bierzelt-Arschgesichter,<br \/>\nihr seid dicht &#8211; doch ich bin Dichter!\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der H\u00f6hepunkt des Abends dann ganz zum Schluss: <a href=\"http:\/\/www.tanztelegramm.de\/\" target=\"_new\">Tanztelegramm<\/a>! Deren &#8222;Progressivpop im Dialekt&#8220; (Selbstdefinition) ist melodisch eing\u00e4ngig und abwechslungsreich komponiert, klar und transparent abgemischt, mit musikalischer Perfektion vorgetragen &#8211; und greift im krassen Gegensatz zum \u00fcblichen Deutschpop-Brei in seinen Texten  unverbrauchte Themen in origineller und poetischer Weise auf. Zu allem \u00dcberfluss scheint die Dreier-Boygroup auch noch unter allen weiblichen G\u00e4sten die Mutter- oder besser noch Schwiegermutter-Sehnsucht zu wecken. Tosender Applaus, Zwangszugabe. Allerbeste Stimmung.<\/p>\n<p>Tief in der Nacht kehre ich gl\u00fccklich mit dem Radl heim und freue mich auf der Hackerbr\u00fccke still daran, dass es zum ersten Mal seit zwei Wochen nicht mehr so aussieht, wie auf einem apokalyptischen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hieronymus_Boschs_Triptychen#Die_musikalische_H.C3.B6lle\" target=\"_new\">Hieronymus-Bosch-Gem\u00e4lde<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltung am 06. 10. 2008 &#8211; Blickpunkt Spot Vereinsheim, M\u00fcnchen. Aus is! 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